20.05.2021: Die CMM-Toolbox für Mobilitätsmanagement ist da!

Der zweite große Output des cities.multimodal-Projektes steht jetzt in deutscher Sprache zur Verfügung! Wie jeder gute Werkzeugkasten bietet die Toolbox für verschiedene Aufgabe das jeweils passende Instrument - schnell und unkompliziert einsetzbar: Für Kindergärten und Schulen, für Unternehmen und für Quartiersentwicklungen sind einzelne Maßnahmen kurz und bündig beschrieben. Dank Einführung ins Mobilitätsmanagement und konkreten Tipps für die Umsetzung werden auch Sie schnell zum Profi!
Zur Toolbox geht es hier entlang: http://www.cities-multimodal.eu/sites/cmm/files/materials/files/tr_toolbox_deutsch_layout_v04.pdf 

Weitere Veröffentlichungen (u.a. in englischer Sprache) gibt es auf www.cities-multimodal.eu

20.05.2021: Weltpremiere für saubere Luft? EU legt Aktionsplan für "Null Schadstoffe" vor

Vor wenigen Tagen hat die Europäische Kommission die weltweit erste Strategie für "Null Schadstoffe" vorgestellt. Der Aktionsplan umfasst Ziele und Maßnahmen für Luft, Wasser, Boden und Lärmbelastung. Ob der hohe Anspruch jedoch in entsprechende Gesetze gegossen wird, bleibt bisher offen.

Als Teil des sogenannten "Europäischen Grünen Deals" verfolgt die EU seit kurzem ein "Null-Schadstoff-Ziel", das für Luft, Wasser, Boden und Lärm bis 2050 erreicht werden soll. Wie entsprechende Vorgaben und Maßnahmen aussehen können, umreißt die oberste EU-Behörde in einem neuen Aktionsplan. Der hat jedoch keinen verbindlichen Charakter, sondern gibt einen Überblick über geplante Vorhaben.

Die Verbesserung der Luftqualität ist dabei eines der zentralen Anliegen, nicht zuletzt aufgrund der durch die Corona-Pandemie noch einmal gestiegenen Aufmerksamkeit für die Bedeutung von gesunder Luft. Konkret kündigt die EU-Kommission an, die gesetzlichen Grenzwerte für Luftverschmutzung "enger" an die neuen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anzupassen. Diese sollen im kommenden Monat nach jahrelanger Auswertung der neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt werden.

Bereits jetzt steht fest, dass sich Regierungen, Städte und Unternehmen auf insgesamt strengere Gesetze einstellen müssen. So arbeitet die EU aktuell an einem neuen "Euro 7"-Standard für Pkw und Lkw. Und auch die Überarbeitung der Grenzwerte für die Verschmutzung der Umgebungsluft wird wohl zumindest in Teilen eine Verschärfung vorsehen. Das macht angesichts der neuesten Forschungsergebnisse Sinn: So zeigen umfassende Studien, dass jedes Level von dreckiger Luft negative Gesundheitsfolgen hat. 

Mehr dazu: https://ec.europa.eu/germany/news/20210512-null-schadstoff-ziel_de

19.05.2021: Mobilitätsstationen in Osnabrück mit Designpreis ausgezeichnet

Die Mobilitätsstationen der Stadt Osnabrück haben gerade den renommierten Designpreis IF Gold Award verliehen bekommen. Das ausdrucksstarke, modulare Design besetzt einerseits selbstbewusst den öffentlichen Raum mit dem Thema nachhaltige Mobilität und erfüllt andererseits unterschiedlichste Funktionalitäten. Ob Bushaltestelle, Ladestation für Pedelecs oder Fahrradparken - es können unterschiedlichste Nutzungen in der gleichen Formensprache abgebildet werden. 

Wenn Ihre Kommune ebenfalls ein Netz an Mobilitätsstationen planen möchte, kann team red bei der Konzeption, Lokalisierung und Planung unterstützen! Sprechen Sie uns gerne an: johannes.theissen(at)team-red.net

19.05.2021: Qualität statt Quantität: Thüringer Wanderwege werden ausgedünnt

Mehr oder weniger ist auch beim Wandern die Frage - und damit meinen wir nicht die Länge einer Wanderung an sich, sondern die Initiative, die in Thüringen das Wanderroutennetz "ausdünnt". In den nächsten Jahren soll mehr auf die Qualität einzelner Wanderwege im Thüringer Mittelgebirge (was u. A. den Ausbau, Auszeichnung & Versorgung betrifft) geachtet werden und die Quantität dafür verringert. Das könnte Sinn machen, wenn zwischen Angebot und Budget abgewägt werden muss. Ideal wäre es vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach Nahzielen und aktivem Urlaub, wenn alle bestehenden Wanderwege in ihrer Qualität verbessert werden könnten und so die Besucherströme besser entzerrt würden! Wir bleiben dran...

Mehr dazu: https://www.thueringen24.de/thueringen/article232243423/Thueringer-Mittelgebirge-Wanderer-Wanderwege-Panoramaweg-Schwarzatal-Kyffhaeuserweg-Hexenpfad-in-der-Rhoen.html

18.05.2021: E-Scooter: In Frankreich erstmals mehr E-Scooter als Pedelecs verkauft

Entsprechend der Untersuchungsergebnisse von FP2M und Smart Mobility Lab wurden 2020 in Frankreich erstmals mehr E-Scooter als Pedelecs verkauft. Gemäß der Studie steigen die Verkaufszahlen um rund 34% von 478.000 Einheiten (2019) auf rund 640.000 Einheiten in 2020. Auch bei Pedelecs stiegen die Verkaufszahlen von 388.00 auf rund 514.000 verkaufte Einheiten in 2020.

Mehr Infos: https://www.bike-eu.com/market/nieuws/2021/05/french-e-scooter-sales-outnumber-e-bike-market-volume-10140483?vakmedianet-approve-cookies=1

17.05.2021: DB Mindbox sucht StartUp´s für Human Machine Interface Lösungen

Die DB Mindbox ist die Start Up Förderung der Deutschen Bahn. Mit dem neuesten Aufruf werden Lösungen zu Human Machine Interface, Open Data, Open Source, zu digitalen Zugängen und "Augmented Reality" für unterschiedlichste Anwendungen der Bahn-Welt gesucht.

Die Start Up Förderung der deutschen Bahn hat dabei folgende Haupt-Themenfelder ausgeschrieben: "Smart Keys" und "Augmented Reality". Als Anwendungsbeispiele nennt die Bahn für "Smart Keys" Schließfächer, CarSharing, den Zugang zu Lounge Arealen oder das eigene DB Call-a-bike System. Im Themenfeld "Augmented Reality" nennt die DB Navigation, POI's (Point of Interest) sowie Wegeführungen bei Störungen oder Baustellen als passende Anwendungsbeispiele. 

Eine Bewerbung für interessierte ist noch bis zum 6. Juni 2021 möglich. Bis Oktober werden die Projekte dann bearbeitet und anschließend präsentiert. Wir sind gespannt, was die Projekte hervorbringen und ob und welche der DB und den Bahnfahrenden in Zukunft einen Nutzen bringen können.

Details: https://www.dbmindbox.com/current-calls/human-machine-interface-for-customers/

14.05.2021: Internationale Studie: Autofreie Straßen führen zu erhöhtem Umsatz

Eine internationale Studie kommt zu dem Schluss, dass im Vergleich zu anderen Stadtgebieten, der Umsatz von Restaurants in autofreien Straßen signifikant höher lag.

Während der Corona-Pandemie wurden in vielen Städten zunächst temporäre autofreie Straßen eingerichtet (z.B. auch in Berlin). Aktuell ringen jedoch viele Städte und Kommunen mit der Entscheidung diese wieder einzurichten bzw. zu verstetigen. Die Sorge der anliegenden Geschäfte und Restaurants ist groß, dass durch die ausbleibenden Autos Einsatzbußen drohen könnten. Eine internationale Studie kommt nun zu dem Schluss, dass diese Sorgen größtenteils unbegründet sein könnten. Im Vergleich zu anderen Stadtgebieten lag der Umsatz von Restaurants in autofreien Straßen signifikant höher.

Ob und wie die Auswirkungen positiv für anliegende Geschäfte und Restaurants sein können, ist jedoch auch stark von der Lage und dem Ort abhängig. Weitere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass eine Verkehrsberuhigung mit einem höheren Anteil an zu Fuß Gehenden und Radfahrenden einen positiven Einfluss auf die anliegenden Geschäfte und Restaurants haben kann.

Mehr dazu: https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-05-11/the-business-case-for-car-free-streets

12.05.2021: Tempo 30 als Standard in Spanien

In Spanien gilt auf allen zweispurigen Straßen von nun an Tempo 30. In vielen alten Städten mit engen Straßen und Gassen sogar nur 20 km/h. Bei Verstößen ist mit hohen Bußgeldern zu rechnen.

Um tödliche Umfälle zu minimieren hat Spanien das Tempolimit auf innerörtlichen Straßen auf maximal 30 km/h begrenzt. Ausnahmen gibt es dabei nur auf Straßen mit mehr als einem Fahrstreifen je Richtung: dort gilt wie bisher 50 km/h. In Barcelona zum Beispiel bedeutet dies, dass auf ca. 75% aller Straßen nun Tempo 30 gilt. In engen Altstädten gilt zudem Tempo 20.

Bußgelder von 100 bis 600 Euro sind bei Verstößen möglich. Dazu kommt der Abzug von bis zu sechs von acht Punkten, über die Fahranfänger verfügen. Sind die Punkte aufgebraucht, ist der Führerschein vorerst weg.

Der Leiter des Straßenverkehrsamts (DGT) meint dazu: "Die Geschwindigkeit bis jetzt (50 Kilometer pro Stunde) war wirklich ein Unsinn". Im Jahr 2019 seien in Spanien 509 Menschen im städtischen Straßenverkehr tödlich verunglückt. Das Risiko von einem Auto erfasst zu werden und dass Fußgänger dabei sterben, soll mit den neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen um 80 Prozent sinken.

Quelle: Spiegel.de

10.05.2021: AGFK-BW und Verkehrsministerium Baden-Württemberg eröffnen neue Wege für den sicheren Radverkehr

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) untersucht seit 2019 in zwei Modellprojekten auf rund 40 Pilotstrecken im ganzen Land verschiedene Varianten von neuartigen Radschutz­streifen. Sie könnten zukünftig die Verkehrssicherheit von Radfahrenden erhöhen. Die in dieser Größe in Deutschland einzigartigen, vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg geförderten Modellprojekte gehen jetzt in die letzte Runde. In Markelfingen im Landkreis Konstanz wurde jetzt eine der letzten Modellstrecken markiert. Gleichzeitig laufen in anderen Kommunen bereits die Auswertungen.

Mehr Informationen finden Sie in der Pressemitteilung unter: https://www.agfk-bw.de/presse/news-single/agfk-bw-und-verkehrsministerium-baden-wuerttemberg-eroeffnen-neue-wege-fuer-den-sicheren-radverkehr/vom/27/4/2021/

06.05.2021: Bikesharing: Siggi Bielefeld jetzt mit 600 Rädern

Seit Mai 2021 stehen in Bielefeld statt bisher 250 Räder nun 600 Räder zur Verfügung. Die Flotte wird zudem noch durch 50 Pedelecs ergänzt. Das System basiert auf einer von team red erstellten Machbarkeitsstudie. Ebenfalls wurde der Vergabeprozess durch team red begleitet.

Mehr dazu unter: https://www.zfk.de/mobilitaet/oepnv/siggi-radelt-durch-ganz-bielefeld

04.05.2021: team red unterstützt VONOVIA in Glinde bei Hamburg mit einer Mieter:innenbefragung

team red hat zusammen mit dem Wohnungsunternehmen VONOVIA einen Fragebogen entwickelt, mit dem die Bewohner:innen des Quartiers Glinde aktiv einbezogen werden sollen.

VONOVIA möchte die Wohnqualität im Quartier Glinde verbessern und prüft die Schaffung von dringend benötigtem und barrierearmen Wohnraum. Hierzu führt team red ab Anfang Mai 2021 eine Onlinebefragung unter den Mieter:innen durch. Neben spezifischen Fragen zum Wohnquartier, zur Wohnung und zum potenziellen Engagement im Quartier, stehen die Mobilitätsthemen Verkehrsmittelverfügbarkeit und -nutzung, Parkraumsituation und die Potenziale von Sharing-Angeboten im Zentrum der Erhebung.

Zur Befragung geht es hier: www.survey.team-red.net/vonovia-glinde

29.04.2021: Repräsentative Befragung zur Potenzialabschätzung des Verkehrsaufkommens für eine Fuß-/Radwegequerung über den Main im Bereich Stockstadt - Mainaschaff

Nicht nur der Nationale Radverkehrswegeplan spiegelt ein ambitionierteres Bekenntnis zur Radfahrförderung wider: Auch der bayerische Landkreis Aschaffenburg engagiert sich für die Radfahrenden. Im Auftrag des Landratsamtes und der Gemeinden Stockstadt und Mainaschaff untersuchen das Ingenieurbüro OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. KG und die Mobilitätsforscher der team red Deutschland GmbH Möglichkeiten einer Fuß-/Radwegequerung über den Main im Bereich Stockstadt - Mainaschaff.

Hierzu werden in fünf Kommunen insgesamt 17.500 durch Zufallsverfahren ausgewählte Bewohner:innen - in der Stadt Aschaffenburg und in den Gemeinden Großostheim, Kleinostheim, Mainaschaff und Stockstadt jeweils 3.500 Bürger:innen ab 16 Jahren - postalisch zu einer repräsentativen Onlinebefragung eingeladen. Neben dem Schwerpunktthema Mainquerung und Radfahren werden Fragen zu den Themenblöcken Verfügbarkeit und Nutzung von Verkehrsmitteln sowie zu Erwerbstätigkeit und Homeoffice gestellt. Für eine vertiefende Analyse werden zudem von den Befragten Wegeprotokolle angefertigt. Die Befragung läuft bis zum 23. Mai 2021. Zur Befragung geht es mit folgendem Link: www.survey.team-red.net/mainquerung

Direkt nach Abschluss der Repräsentativbefragung können sich die Bewohner:innen der gesamten Region ab dem 24. Mai 2021 an einer "offenen Befragung" zum Themenbereich Radfahren und Mainquerung beteiligen.

28.04.2021: Erstes E-Bike-Infozentrum an der Mecklenburgischen Seenplatte eröffnet

Nachdem das Segment Radreisetourismus im letzten Jahr noch mehr "boomte" als bereits in den Jahren zuvor und auch 2021 ein gutes für das Radwandern zu werden scheint, haben wir uns sehr über die Nachricht gefreut, dass der #Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern jetzt ein besonderes Angebot für E-Biker:innen geschaffen hat. Mit dem ersten E-Bike-Infozentrum und speziellen Routen für Elektrofahrer:innen ist Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte nachhaltig noch attraktiver geworden. Nachahmung erwünscht!

Mehr Infos: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker?tx_w3dpa_dpa%5Baction%5D=detail&tx_w3dpa_dpa%5Bcontroller%5D=Dpa&tx_w3dpa_dpa%5Buid%5D=26568&cHash=111611c97b73130ef0091f04b4d1379f

22.04.2021: Scheuer: "Systemabkehr" zugunsten des Fahrrads

Der Tagesspiegel zitiert überraschende Worte aus dem Munde des Bundesverkehrsministers - Bundeskabinett verabschiedet "Nationalen Radverkehrsplan 3.0 (NRVP)".

Scheuer forderte am Dienstag, so der "Tagesspiegel Background" eine „Systemabkehr“. So solle nicht mehr geschaut werden, "ob wir noch Platz für einen Radweg“ haben, wird der Minister selbstkritisch zitiert, sondern künftig müssten Radwege immer automatisch mit eingeplant werden. Scheuer fügte hinzu, es gehe „nicht um einen Fahrradplan mit dem Anspruch auf automobilen Verzicht“, sondern um „ein Miteinander“.

Kommentar des ADFC: „Von einem Fahrradland Deutschland sind wir Stand heute noch Lichtjahre entfernt“, sagte die ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters.

Die Worte fielen im Rahmen der Verabschiedung des Nationalen Radverkehrsplans 3.0 am 21.04.2021 im Bundeskabinett. Dieser sieht unter anderem vor:

  • Radverkehrsförderung in Höhe von ca. 30 Euro pro Person und Jahr, das sind rund 1,5 Milliarden Euro bis 2023
  • Zahl der Radverkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 2019 senken
  • Durchschnittliche Länge der mit dem Rad zurückgelegten Wege von 3,7 auf sechs Kilometer und die Zahl der Wege pro Person und Jahr von 120 auf 180 steigen
  • Bau von Radvorrangrouten und Radschnellverbindungen sowie eine Erleichterung der Einrichtung von Fahrradstraßen
  • Die technischen Regelwerke ergänzen um Protected Bike Lanes und Berücksichtigung des höheren Platzbedarfs von Lastenrädern
  • Erstellung eines Programms „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“, außerdem sollen mit der Deutschen Bahn mehr Bike & Ride-Anlagen entstehen.

Weiterführende Informationen: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Radverkehr/nationaler-radverkehrsplan-3-0.html

21.04.2021: team red verstärkt Kompetenzen in Touristik, PR und Social Media Marketing

Anke Jobs und Belinda Schaffarz erweitern ab sofort das Leistungsportfolio von team red in den Bereichen Tourismus und Kommunikation.

Anke Jobs ist seit mehr als 20 Jahren für verschiedene Destinationen, Airlines, Reiseveranstalter und Hotels tätig und verfügt damit über umfangreiche Erfahrung in der touristischen PR und im Tourismusmarketing. 

Belinda Schaffarz bringt zwölf Jahre Erfahrung in den Bereichen Social Media Marketing, PR und Medienkooperationen in den Tourismus- und Lifestyle-Branchen mit. Sie war intensiv am strategischen Markenaufbau von Fremdenverkehrsbüros, Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern beteiligt.

Anke (l.) und Belinda (r.) Foto: privat

15.04.2021: Auto abwracken, E-Bike geschenkt bekommen: Frankreich bereitet den Weg

Einstimmig beschlossen: Franzosen und Französinnen können künftig ihr altes Auto gegen ein nagelneues E-Bike tauschen. Eine neue Abwrack-Prämie macht es möglich.

Eine eher ungewöhliche Abwrackprämie wurde von Frankreichs Regierung nun beschlossen: Statt eines Umtausches von alten, umweltschädlichen Fahrzeugen für neue, schadstoffärmere, werden die alten Fahrzeuge nun gegen ein modernes E-Bike getauscht. Eine Prämie von bis zu 2.500 Euro ist dabei möglich.

Verkehrsministerin Barbara Pompili sprach von einer "kulturellen Wende" und fügt hinzu:
"Jahrzehntelang haben wir Einkaufszentren mitten auf die grüne Wiese gesetzt. Man hat Flugverbindungen geschaffen, um zwei Eisenbahnstunden von Paris entfernt Meetings abzuhalten. Man hat es erlaubt, dass Autos in den Innenstädten unsere Lungen verschmutzen (...). All das ist absurd, das muss beendet werden."

Um eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen von 40 % bis 2030 (ggü. 1990) zu erreichen, soll die neue Abwrackprämie Aufwind geben. Der von der französischen Nationalversammlung einstimmig beschlossene Gesetzesentwurf zielt zudem darauf ab, auch Lastenräder, Tandems oder E-Klappräder zu fördern. Olivier Schneider von der französischen Radfahrer-Vereinigung "FUB" zeigte sich begeistert und meinte: "Das ist ein historischer Schritt. Zum ersten Mal wird jetzt anerkannt, dass es keine Lösung ist, die Autos grüner zu machen, sondern einfach ihre Anzahl zu verringern."

Quelle: https://vision-mobility.de/news/e-bike-statt-auto-frankreichs-revolutionaere-abwrackpraemie-84034.html 

13.04.2021: Neue "Euro 7"-Norm: Endspiel oder Lebensversicherung für den Verbrenner?

Mehr als 12 Jahre nach Festlegung der heute gültigen "Euro 6" Abgas-Grenzwerte für Pkw bereitet die EU aktuell ein neues Regelwerk für Luftschadstoffe vor. Bis Ende dieses Jahres will die EU-Kommission einen Vorschlag für die "Euro 7"-Norm vorlegen, der dann von EU-Parlament und den Mitgliedstaaten verhandelt werden muss. Doch noch bevor überhaupt ein solcher Vorschlag vorliegt, schlagen die Wellen bereits hoch. Das faktische Ende des Verbrennermotors befürchten Teile der Autoindustrie. Eine überfällige Überarbeitung der veralteten Grenzwerte wiederum sehen Gesundheits- und Umweltverbände in der Gesetzesinitiative. 

Doch was lässt sich heute seriös über die kommende Abgasnorm sagen? Fakt ist, dass um die Ausgestaltung über viele Monate, vielleicht Jahre, hart gerungen werden wird. Ein offizielles Verbrenner-Verbot auf diesem Wegen ist unwahrscheinlich, vielmehr ist von einer Absenkung der Grenzwerte auszugehen. Fraglich ist dabei vor allem, ob den Autokonzernen neue Investitionen in deutlich weniger giftige Antriebe abverlangt werden sollen - was wiederum den Umstieg auf andere Technologien, wie E-Auto und Wasserstoffantrieb, beschleunigen dürfte. Gut ablesen lässt sich das an der aktuellen Ankündigung von Audi, künftig keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zu entwickeln. Dabei wurden auch künftige Abgasnormen als Grund angeführt. Unter dem Strich läuft es also eher auf ein Endspiel für den Verbrenner hinaus, das jedoch eher durch den massiven Auftrieb der Elektromobilität als durch eine künftige Abgasnorm heraufbeschworen werden dürfte.

Mehr Infos: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12313-European-vehicle-emissions-standards-Euro-7-for-cars-vans-lorries-and-buses

08.04.2021: E-Bike im Steigflug: Plus 43 % in 2020

Die Zahl der verkauften E-Bikes stieg in 2020 deutlich stärker als der Verkauf klassischer Räder.

Nach jüngsten Angaben der Branchenverbände ZIV und VDZ hatten im vergangenen Jahr vor allem teure E-Bikes, die nicht in der Statistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden enthalten sind, den Absatz in die Höhe getrieben. Demnach wurden insgesamt 5,04 Millionen Räder in Deutschland verkauft (plus 16,9 Prozent), davon waren rund 1,95 Millionen E-Bikes. Während die Stückzahl der klassischen Fahrräder bei 3,1 Millionen nahezu stagnierte, erzielten die E-Bikes im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 43 Prozent. (Quelle: dpa)

06.04.2021: team red auf der DECOMM 2021!

Am 14. und 15. April 2021 findet die nächste Deutsche Konferenz für Mobilitätsmanagement 2021 (DECOMM) statt. Der Fokus der digitalen Tagung liegt diesmal auf dem Thema „Wohnen und Mobilität – Der Mobilitätswandel im Quartier“.

Mit dem Fokus von Mobilität im Quartier will die diesjährige DECOMM die Schnittstelle zwischen Wohnen und (nachhaltiger) Mobilität näher beleuchten: "Wohnen bestimmt die alltägliche Mobilität". Es hat sich gezeigt, dass mit maßgeschneiderten Mobilitätsangeboten, im Neubau sowie Bestand, ein Leben ohne Auto ermöglicht werden kann und die Lebensqualität im Quartier erhöht wird. Themen werden demnach sein, wie wohnungs- und quartiersbezogene Konzepte umgesetzt werden können, welche Wirkungseffekte erzielt werden und wie das Zusammenspiel der Akteure auf verschiedenen Ebenen funktioniert, von den Wohnungsgesellschaften über die Planer bis hin zur kommunalen Verwaltung. Veranstalter der DECOMM ist die Deutsche Plattform für Mobilitätsmanagement (DEPOMM e.V.) sowie das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und die Landeshauptstadt München. (Quelle: depomm-ev.de)

team red ist in allen Themen, vom Mobilitätsmanagement über die Mobilitätsforschung bis hin zu Mobilitätskonzepten für Wohngebiete auf der DECOMM 2021 vertreten. Hannes Schreier, Leiter des teams Mobilitätforschung bei team red, referiert dabei an Tag 1 zum Thema "Mobilitätsmanagement in der Stellplatzsatzung: Was es bringt und braucht. Das Beispiel Bremen". 

In paralell stattfindenden Foren zu vertiefenden Diskussionen einzelner Schwerpunktthemen sind drei weitere team red Expert:innen aktiv. In Forum 2 "Planen in privater und öffentlicher Perspektive" stellt Expertin Pia Blessing das Praxisbeispiel "Bezahlbares Wohnen mit weniger Pkw. Aktive Bauherrinnen und Bauherren für den neuen Münchner Stadtteil Meiller Gärten" vor. Forum 8 und 9 werden jeweils von Experte Tobias Kipp bzw. Dr. Johannes Theißen moderiert. Ersteres dreht sich dabei um Best Practive Beispiele in München: "Mobilitätskonzepte für neue Wohngebiete". Im von Dr. Theißen moderierten Forum 9 geht es dann um "Neue Mobilitätsangebote in Stadt und Region".

Bis zum 8. April 2021 ist eine Anmeldung noch möglich. Unsere team red Exper:tinnen freuen sich Sie in Ihren Sessions zu begrüßen und mit Ihnen zu diskutieren!

Zur Webseite der DECOMM 2021 (Anmeldung): https://depomm-ev.de/decomm/decomm-2021/

30.03.2021: Neue Studie: Emissionen und Luftqualität in europäischen Städten

Die Bewohner von Mailand staunten nicht schlecht, als sie zu Beginn der Corona-Pandemie die schneebedeckten Alpen auf einmal so klar wie sonst nie sehen konnten. Möglich wurde dies durch eine massive Senkung der Luftverschmutzung, die als Nebeneffekt der Lockdown-Maßnahmen und des drastisch reduzierten Verkehrs eintrat. Auch in den meisten anderen europäischen Städten war die Luft plötzlich viel sauberer. So fiel in Berlin die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) aus dem Straßenverkehr um 39%. Paris erlebte gar eine Reduktion um 76%, und die Luft dort war so sauber wie seit 40 Jahren nicht. Vielen Menschen wurde schlagartig klar, dass saubere Luft kein ferner Hoffnungsschimmer sein muss und sie fragten sich, wie man diesen Zustand auch in normalen Zeiten erhalten kann. 

Unser Mitglied Jens Müller ging dieser Frage im Auftrag des europäischen Umweltverbands "Transport & Environment" nach und untersuchte gemeinsam mit der britischen Firma "Air Quality Consultants", wie mit einem Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge sowie den Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehr entsprechende Verbesserungen der Luftqualität in sechs ausgewählten Städten - Berlin, London, Brüssel, Paris, Madrid und Budapest - erreicht werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Kombination dieser Maßnahmen schnelle Erfolge liefert. Würden in Berlin zehn Prozent des Autoverkehrs verlagert oder vermieden, die Busflotte elektrisiert und rund jeder vierte mit dem Auto gefahrene Kilometer auf emissionsfreie Antriebe umgestellt, wäre die Luft wieder so sauber wie während des ersten Lockdowns. Auch für die anderen Städte sind solche Lösungen verfügbar. 

Die gesamte Studie finden Sie hier: https://www.transportenvironment.org/news/clean-air-possible-without-lockdowns-new-study-shows

25.03.2021: cities.multimodal Projekt: Aus einer Vision wurden Fakten

Aus einer Vision wurden Fakten. Für 10 Städtepartner im Ostee-Raum ist die multimodale Stadt ein Stück mehr Wirklichkeit geworden. Im Projekt cities.multimodal Projekt wurde seit 2017 daran gearbeitet, eine Mobilität zu ermöglichen, die für Mensch und Umwelt gut ist. Doch was bedeutet eigentlich Multimodalität? Die team red-Illustratorin Soufeina Hamed hat sich im Rahmen des Projektes dieser Frage gewidmet, die Antwort, den multimodalen Tag, können Sie hier erleben: https://www.youtube.com/watch?v=5G13weOkzC4

23.03.2021: Integriertes Mobilitätskonzept für die Marktgemeinde Murnau

Mit der Präsentation im Gemeinderat war die erste Phase des Integrierten Mobilitätskonzeptes für die Staffelseegemeinde abgeschlossen. team red präsentierte die Ergebnisse der Bestandsaufnahme, des neuen Verkehrsmodells und der Leitlinien für die zukünftige Mobilitätsentwicklung, die gemeinsam mit lokalen Akteuren erarbeitet wurden. Darüber hinaus gab es erste Ausblicke auf Handlungsfelder für die zukünftigen Maßnahmen. Ein wesentliches Ergebnis war, dass die Anzahl an verfügbaren Pkw-Stellplätzen im Ortszentrum grundsätzlich gut ausreicht, diese aber insbesondere von den zahlreichen Gästen der Gemeinde nicht gefunden werden. Daher könnte in Zukunft ein Parkleitsystem helfen, die Verkehrsströme zu lenken und insbesondere die sensiblen Bereiche des Ortszentrums zu entlasten. Zudem wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass im Rathaus auf zwei Jahre eine neue 50% - Stelle geschaffen werden soll, die auf der Basis der Bestandsaufnahme die Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen begleitet.

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/murnau-ort29105/neue-wege-in-sachen-mobilitaet-90247095.html

18.03.2021: Polen für Touristik-PR ausgezeichnet

Das Polnische Fremdenverkehrsamt, Kunde von team red seit 2008, wurde erneut in die Top Ten der Verkehrsbüros in Deutschland gewählt.

Polen kletterte im Vergleich zum Vorjahr von Platz neun auf Platz sechs. Bewertet haben deutsche Reisejournalist:innen und Blogger:innen die PR-Kompetenzen von nationalen und internationalen Fremdenverkehrsämtern nach Kategorien wie Gebietskenntnis, Beantwortung von Anfragen, Organisation und Kreativität. Die Auszeichnung ist auch ein Erfolg für unsere PR-Experten Klaus Klöppel und Olaf Matthei-Socha, die im 14. Jahr die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes unterstützen. Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom SRT-Verlag ausgerichtet, der Handbücher für die Branche herausgibt.

Zur Website des Fremdenverkehrsamts: www.polen.travel

16.03.2021: ADFC-Fahrradklimatest 2020 mit Rekordteilnahme!

Radfahrer:innen sehen weiterhin Verbesserungsbedarf...

Mit einer Gesamtnote von 3,9 auf einer sechsstufigen Notenskala bleibt das Ergebnis des Fahrradklimatests 2020 auf dem niedrigen Niveau der letzten Ausgabe. Die Erhebung findet alle zwei Jahre im Aufrag des ADFC statt, seit 2014 ist team red Deutschland GmbH für die Durchführung verantwortlich. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 230.000 Radfahrer:innen an der Umfrage teil, so viele wie noch nie. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte die Ergebnisse nun gemeinsam mit dem ADFC vor und zeichnete die 25 fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands aus. 

Das Ranking ist nach der Zahl der Einwohner:innen gestaffelt. Mit einer Gesamtwertung von 3,07 erreichte Karlsruhe den besten Wert unter den deutschen Großstädten. Besser schnitten nur Klein- und Mittelstädte wie Wettringen oder Baunatal ab. Einen Sonderpreis bekam Berlin für die besten Maßnahmen während der Corona-Pandemie. Die Teilnehmenden sollten insgesamt 27 Fragen rund um das Thema Fahrrad vor Ort beantworten. Dabei ging es um Aspekte wie Infrastruktur, Erreichbarkeiten und Sicherheit ebenso, wie auch um den Spaß- und Erlebnisfaktor. 

Die Ergebnisse zeigen, dass der negative Langzeittrend anhält. Besonders kritisch wurden die Aspekte Spaß, Sicherheitsgefühl, Konflikte mit Kfz sowie Breite und Oberfläche der Radwege beurteilt. So fühlen sich weiterhin mehr als zwei Drittel der Befragten nicht sicher beim Fahrradfahren. Ganze 80 % gaben an, dass die Radwege zu schmal seien und 75 % der Teilnehmer:innen beklagen sich über zugeparkte Radwege. Verbesserungen gab es vor allem bei den Großstädten über 500.000 Einwohner:innen. 

Die Ergebnisse gibt es als Übersicht und interaktive Karte auf der Homepage des Fahrradklimatests unter www.fahrradklima-test.adfc.de

15.03.2021: Feinuntersuchung Staatsstraße 2055: Zwischenbericht

Pandemie-bedingt wählt die oberbayerische Gemeinde Schondorf neue Wege zur Information. Die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung werden als YouTube-Video auf der gemeindeeigenen Homepage veröffentlicht.

Die Zwischenergebnisse zur Feinuntersuchung der Staatsstraße 2055 der verkehrsgeplagten Ammerseegemeinde wurden als YouTube-Videos auf der gemeindeeigenen Homepage veröffentlicht. Hierzu gibt es jeweils ein Video des Gesamtprojektverantwortlichen Klaus Schulz vom Büro für Städtebau und Freiraum und eines von Claus Grimm (team red) zu den Umfrageergebnissen zu sehen.

https://www.schondorf-ammersee.de/bauen-wohnen/standard-titel/zwischenergebnis

https://youtu.be/oZAGt4Aijbg

 

Zudem hat die Gemeinde eine Kurzfassung der Befragungsergebnisse online gestellt. Link zum Download:

https://www.schondorf-ammersee.de/fileadmin/download_schondorf/ISEK/200923_BuergerInnenbefragung_Schondorf_Kurzfassung_200921.pdf

Foto: Gemeinde Schondorf

12.03.2021: Hildesheim: Befragung der Abokunden gestartet

Im Auftrag des Stadtverkehrs Hildesheim führt team red eine Befragung der Abo-Kunden durch. Inhalt der Befragung ist die Bewertung des aktuellen Angebotes und der 2017 geänderten Linienführungen.

An der Befragung teilnehmen können Abo-Kunden des SVHI. Diese erhalten ein persönliches Anschreiben mit einem individuellen Zugangscode. Die Befragung wird online durchgeführt und ist unter survey.team-red.net/hildesheim zu erreichen. Die Teilnahme ist bis Ostern 2021 möglich.

23.02.2021: Anregungen für den nächsten Urlaub

Ein neuer Reiseführer aus dem Baedeker-Verlag führt nach Wrocław (Breslau) und quer durch Schlesien. Autor ist Polen-Experte Klaus Klöppel, Leiter unseres Teams Tourismus & Mobilität.

Der neue Reiseführer aus der Reihe Baedeker Smart führt auf 230 Seiten durch die niederschlesische Metropole Wrocław sowie zu vielen weiteren touristischen Zielen in Nieder- und Oberschlesien. Wer den zahlreichen Ausflugstipps folgt, gelangt in wenigen Minuten vom afrikanischen Kontinent nach Japan, kommt in Kontakt mit allerlei winzigen Gestalten, die Breslau bevölkern, erlebt die Metropole auf, am und unter dem Wasser, lernt bedeutende Stätten des UNESCO-Welterbes kennen und kann sein Haupt in ehemaligen Hohenzollern-Residenzen fürstlich betten. Allerlei Anregungen also für die Zeit, wenn Reisen wieder möglich ist...

Mehr Infos: https://www.baedeker.com/reisefuehrer/

Oderufer mit Dominsel in Breslau. Foto: Klaus Klöppel

19.02.2021: Mobilitätskonzepte im Wohnungsbau: Evaluationsbericht veröffentlicht

Mehrere Städte gehen dazu über, bei der Errichtung neuer Wohngebäude geringere Stellplatzschlüssel zu genehmigen, wenn im Gegenzug Mobilitätskonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Das Stellplatzortsgesetz in Bremen sieht seit 2012 eine entsprechende Möglichkeit vor. Im Rahmen einer umfassenden Evaluation wurden die Wirkungen umgesetzter Maßnahmen 2020 evaluiert. Dabei konnte in der von team red durchgeführten Studie die Wirkung von Mobilitätskonzepten im Wohnungsbau bestätigt werden.

Im Vergleich zur befragten Kontrollgruppe liegt der Anteil an Pkw-freien Haushalten in den betrachteten Wohnobjekten um ca. 18 Prozentpunkte höher. Hingegen sind Zeitkarten für öffentliche Verkehrsmittel in Haushalten aus Objekten mit Mobilitätskonzept deutlich häufiger vorhanden als in Haushalten aus Objekten ohne Mobilitätskonzept.

Korrespondierend mit der geringeren Anzahl an im Haushalt verfügbaren Pkw zeigen sich auch deutliche Effekte auf die Verkehrsmittelnutzung. So können für die Haushalte mit Mobilitätskonzepten deutlich niedrigere Nutzungshäufigkeiten für mit dem Pkw zurückgelegte Wege sowie entsprechend höhere Frequenzen für mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurückgelegte Wege festgestellt werden. Die genannten Effekte sind statistisch abgesichert und belegen die Wirkung der evaluierten Mobilitätskonzepte.

Der veröffentlichte Bericht steht unter http://mf.team-red.de/index.php?id=143 zum Download bereit.

Foto: Michael Glotz-Richter

16.02.2021: Zusammenarbeit mit Polen geht ins 14. Jahr

Ein echter Dauerbrenner: Schon seit 2008 betreut team red kontinuierlich die Pressearbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes auf dem deutschen Markt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit geht jetzt ins 14. Jahr.

Deutschland ist für die polnische Reisebranche der wichtigste ausländische Quellmarkt und generiert mehr als ein Drittel aller ausländischen Gäste. Zwar leidet auch die polnische Tourismusbranche unter den Corona-Folgen. Von der Reisezurückhaltung der deutschen Gäste war Polen aber im vergangenen Jahr deutlich weniger betroffen als andere beliebte Auslandsziele. Das legen die jüngsten Zahlen der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen nahe. Während der Marktanteil von Spanien, der Türkei oder Kroatien im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zu 2010 stark zurückging, konnte Polen seinen Anteil im 10-Jahres-Vergleich sogar von 1,3 auf 2,6 Prozent verdoppeln. Das Institut hatte 3.000 Bundesbürger:innen nach den Zielen ihrer Haupt-Urlaubsreise befragt. 

Neben der kurzen Anreise und den über viele Monate vergleichsweise geringen Infektionsraten dürften auch die Reisekosten ein Argument für Polen gewesen sein. Denn während die durchschnittlichen Reiseausgaben in Deutschland nach den Erhebungen des BAT-Instituts bei 99 Euro pro Person und Tag lagen und in anderen europäischen Reiseländern sogar noch deutlich darüber, betrugen sie in Polen nur 57 Euro.

In den kommenden zwölf Monaten werden die team red Experten Olaf Matthei-Socha und Klaus Klöppel weiter daran arbeiten, Polen als attraktives Reiseziel in Deutschland noch bekannter zu machen und über neue touristische Angebote informieren. Der Vertrag für die Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes wurde gerade um ein weiteres Jahr verlängert.

Zur Website des polnischen Fremdenverkehrsamts: https://www.polen.travel/de

Die Masurischen Seen gehören zu den beliebtesten Reisegebieten Polens. Foto: Klaus Klöppel

15.02.2021: Script zur Generierung von UBER h3 shp-Files (z.B. zur Erstellung von Stadtradeln Heatmaps)

Über das MOVEBIS-Projekt stehen im Rahmen der Stadtradeln-Kampagne geniertere Daten in Form von Fahrradheatmaps zur Verfügung (Link: https://www.mcloud.de/web/guest/suche/-/results/suche/relevance/MOVEBIS/0/detail/3096DB7A-9EE4-4C14-B2AA-79E33A7FFF01). Die Daten sind in der Aufllösungsstufe 12 des UBER-Hexagonssystems h3 aggregiert. Mit u.a. Script können die h3-Zellen mittels R als Shape-File generiert werden.

Script:

library(ggplot2)
library(h3jsr)
library(sf)

#path
path<-"D:/"

# read the shapefile of the polygon area you're interested in area
area

# projection
area


# get the unique h3 ids of the hexagons intersecting your polygon at a given resolution
area_res


# pass the h3 ids to return the hexagonal grid
hex_grid_res % h3_to_polygon(simple = FALSE)
points_grid_res % h3_to_point(simple = FALSE)


#write shp-files
st_write(hex_grid_res, paste0(path, "hex_res.shp"))
st_write(points_grid_res, paste0(path, "hex_res.shp"))

05.02.2021: Landeshauptstadt München hat ein Mobilitätsreferat gegründet

Bisher waren die Verantwortlichkeiten für Mobilitätsthemen über verschiedene Referate der Landeshauptstadt München verteilt. Seit dem 1.1.2021 sind alle Themen und Verantwortlichkeiten in einem neuen Mobilitätsreferat zusammengeführt. Die Stadt erhofft sich damit deutlich mehr Effizienz, kürzere Abstimmungswege und mehr Möglichkeiten, den notwendigen Wandel der Mobilität zu gestalten. Zu den Schwerpunkten soll u.a. die Umsetzung des Radentscheids, die Realisierung einer autoarmen Altstadt und der Ausbau des ÖPNV gehören. Es wird darüber hinaus eine intensive Zusammenarbeit mit der Region angestrebt, um insbesondere Lösungen für die Pendlerverkehre zu finden.

Weitere Informationen: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/mobilitaetsreferat/ueber-uns.html

03.02.2021: Neue Richtlinien zur Durchführung von Studien

Fachexpertise und Qualität sind für die team red Mobilitätsforschung elementarer und unverzichtbarer Bestandteil, um den Mobilitätswandel mit validen und verlässlichen Daten zu begleiten. Grundlage für die von team red durchgeführten Studien sind die verbindlich geltenden Branchen-Richtlinien. Diese sind eine wesentliche Säule der berufsständischen Verhaltensregeln und sichern damit unter anderem auch die wissenschaftliche Korrektheit und Qualität von Daten und Studien.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Branche und deren Digitalisierung sowie der geänderten Datenschutzbestimmungen, passen die Verbände mit der Überarbeitung die Branchen-Richtlinien an. Alle Richtlinen sind unter https://www.bvm.org/praxishilfen-qualitaet/standesregeln/ veröffentlicht.

02.02.2021: team red unterstützt die Planungen zur Technischen Universität Nürnberg

Der Freistaat Bayern plant südlich der Nürnberger Innenstadt die Neugründung einer Technischen Universität. Auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs soll ein urbaner und lebendiger Campus für bis zu 6.000 Studierende entstehen. Für die Struktur- und Rahmenplanung wurden vier Teams ausgewählt, die Entwürfe und Ideen zur Gestaltung der Universität entwickeln sollen. team red unterstützt das Team unter Leitung des Stadtplanungsbüros ADEPT (Kopenhagen) und Studio Vulkan Landschaftsarchitekten (München) in den Themen Mobilität und Verkehr.

Weitere Informationen: https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/technische_universitaet_nuernberg.html

20.01.2021: Evaluation Busliniennetz Hildesheim

Der Stadtverkehr Hildesheim (SVHI) modifizierte 2017 das lokale Busliniennetz. Dabei wurden u. a. Hauptlinien geändert und geänderte Taktzeiten eingeführt.
In Zusammenarbeit mit INROS LACKNER evaluiert team red nun die durchgeführten Änderungen. Hierzu wird zunächst eine Befragung der Zeitkarteninhaber durchgeführt. Der Start der Befragung ist im ersten Quartal 2021 vorgesehen.

11.01.2021: Mobilitätskonzept Oberhavel 2040 vom Kreistag verabschiedet

Der Kreistag des Landkreises Oberhavel hat im November 2020 das Mobilitätskonzept Oberhavel 2040 verabschiedet, welches eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen zur Sicherstellung der Mobilität in allen Räumen des Kreises sowie zu Veränderungen des Mobilitätsverhaltens vorsieht. Neben der politischen Forderung nach dem Ausbau der SPNV-Verbindungen enthält das Konzept u.a. Empfehlungen zum Ausbau des ÖPNV, zum Bau von Radschnellwegen in Richtung Berlin und zum Ausbau der Wasserwege zur stärkeren wirtschaftlichen und touristischen Nutzung.

Mehr zum Mobilitätskonzept 2040: https://www.oberhavel.de/Politik-und-Verwaltung/Mobilit%C3%A4tskonzept-2040

08.01.2021: team red legt Konzept für Mobilstation Recklinghausen-Süd vor

Zum Ende des Jahres 2020 hat team red die Erstellung des Konzeptes für die Mobilstation Recklinghausen-Süd abgeschlossen. Am dortigen Bahnhof im Stadtteil Hochlarmark wird eine moderne Mobilstation errichtet, die am SPNV-Haltepunkt Verknüpfungen mit dem städtischen ÖPNV bietet sowie verschiedene Mobilitätsformen wie Car- und Bikesharing, Park & Ride anbietet und weitere Elemente wie Packstation, Kiosk etc. vorsieht.

08.01.2021: #betterbybike auch auf dem Land?

„StatusRad“ geht weiter: Die nächste Fahrrad-Projektwoche findet vom 22. bis 26. März 2021 an der Integrierten Gesamtschule Edemissen im niedersächsischen Landkreis Peine statt. Nachdem das Projekt coronabedingt seit März 2020 pausierte, können sich im Frühjahr 2021 - soweit es die Rahmenbedingungen dann zulassen - zum fünften Mal insgesamt 24 Schüler:innen der Frage widmen, ob ein eigenes Auto wirklich noch so ein prägendes Statussymbol ist und ob das Fahrrad das nicht auch kann. StatusRad wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert und von team red Deutschland durchgeführt.

Nach den Projektwochen 2019/2020 in Kassel und Berlin wirft das Projekt die Frage nach nachhaltiger Mobilität nun im ländlichen Umfeld auf. Als Samtgemeinde besteht Edemissen aus mehreren Ortsteilen, die durch Landstraßen verbunden sind. Der Erwerb des Führerscheins und das eigene Auto haben daher einen ganz anderen Stellenwert als bei Jugendlichen, die im städtischen Raum zwischen zu Fuß gehen, Fahrrad und gut getaktetem öffentlichen Nahverkehr und auch Fernverkehr wählen können. 

Mehr Infos zur Projektwoche und zum Projekt allgemein auf www.statusrad.bike

Weiterführende Links:
IGS Edemissen: https://www.igs-edemissen.de
Förderprogramm „Mobilität neu erfahren“: https://mobi38.de

06.01.2021: Klimafreundlich unterwegs in Potsdam-Mittelmark

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark vor den Toren Berlins bietet eine Vielzahl attraktiver touristischer Ziele, die sich bequem mit Bus und Bahn erreichen lassen. Das touristisch nutzbare ÖPNV-Angebot wurde in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. team red wurde vom Landkreis nun beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie dieses Angebot besser vermarktet werden kann. Ziel ist es, mehr Tages- und Urlaubsgäste, aber auch Bewohnende der Region zum Umsteigen auf klimafreundliche Mobilitätsangebote zu bewegen.

Kulturbuslinie rund um den Schwielowsee / Foto: Klaus Klöppel
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